Wände farbig streichen: Tipps & Tricks für Farben, Streifen und Muster

Wände farbig streichen Streifen Muster einfach Anleitung

Ob rot, braun, gelb oder blau – farbige Wände, Streifen und Muster auf Wänden schaffen Gemütlichkeit und unterstreichen den individuellen Charakter eines Raumes. Mit etwas handwerklichem Geschick und unseren Tipps und Tricks erreichen Sie beim Streichen das optimale Ergebnis.

Mit einem neuen Anstrich sieht ein Zimmer gleich wieder frisch aus. Ob rot, grün, gelb oder blau – besonders farbige Wände, Streifen und Muster schaffen Gemütlichkeit und unterstreichen den individuellen Charakter eines Raumes. Mit etwas handwerklichem Geschick und unseren Tipps und Tricks erreichen Sie beim Streichen das optimale Ergebnis. So müssen Sie sich nicht gleich einen teuren Maler und Lackierer ins Haus holen, sondern können den Raum ganz einfach selbst gestalten.

Wände farbig streichen

Wer seine Wand farbig streichen möchte und sich bereits für den passenden Farbton entschieden hat, für den gibt es verschiedene Möglichkeiten, wenn es um den Kauf der Farbe geht. Beim Kauf kann man entweder auf fertige Farbmischungen zurückgreifen oder sich die gewünschte Farbe im Baumarkt individuell mischen lassen.

Eine große Auswahl an fertigen Farbmischungen gibt es zum Beispiel von Alpina. Eine dritte Möglichkeit besteht darin, sich den gewünschten Farbton selbst zusammenzumischen. Für welche Möglichkeit Sie sich entscheiden, bleibt Ihnen überlassen. Beim Kauf der Farben sollten Sie jedoch auf eine gute Qualität achten. Woran Sie diese erkennen, verraten wir Ihnen in unserem Wandfarben-Vergleich.

Farbe selbst mischen

Wand-Farbe selbst mischen worauf achten

Wenn Sie den gewünschten Farbton für Ihre Wand selbst mischen möchten, benötigen Sie weiße Wandfarbe, Abtön- bzw. Pigmentfarbe, einen Mischeimer sowie einen Rührstab aus Holz oder besser noch einen Rührquirl für die Bohrmaschine.

Um das gewünschte Farbergebnis zu bekommen, ist es wichtig, die passenden Abtönfarben im richtigen Mengenverhältnis zu mischen. Am besten, man hat ein Farbbeispiel, wie ein Einrichtungsgegenstand, den man als Vergleich an die Farbe halten kann. Zusätzlich ist es beim Wände streichen immer sinnvoll die Farbe an einer unauffälligen Stelle kurz an die Wand zu bringen und trocknen zu lassen. So können Sie sich sicher sein, dass der gemischte Farbton auch wirklich Ihren Vorstellungen entspricht.

So funktioniert das Wandfarbemischen

Beim Mischen der Wandfarbe geben Sie zunächst die weiße Wandfarbe in den Mischeimer. Danach fügen Sie die Abtönfarben entsprechend hinzu. Wenn der gewünschte Farbton erreicht ist, rühren Sie die Farbe mit dem Holzstab oder dem Rührquirl kräftig um, bis die Farbe im Eimer einen gleichmäßigen Farbton hat.

Tipp: Am besten mischen Sie direkt die Menge an Farbe, die Sie zum Streichen benötigen. Nachher ist es oft schwierig, den selben Farbton noch einmal exakt zu treffen. Zusätzlich sollten Sie sich das genaue Mischungsverhältnis der Farben notieren, falls doch noch mehr Wandfarbe benötigt wird. Das können Sie zum Beispiel erreichen, indem Sie die Farben mit einer Küchenwaage abwiegen.

Alte Farbe überstreichen – Worauf Sie achten sollten!

Befindet sich bereits Farbe auf der Wand die man streichen möchte, dann sollte vorab geprüft werden, ob die Farbe tief sitzt. Das funktioniert am einfachsten, wenn man einen Klebestreifen an der Wand befestigt und diesen dann ruckartig abzieht. Wenn keine Farbe am Klebesteifen hängen bleibt ist alles in Ordnung. Bleibt jedoch Farbe hängen, muss man die alte Farbe zunächst entfernen und die Wand danach entsprechend für das Streichen vorbereiten, zum Beispiel mit Tiefgrund.

Kalkfarbe überstreichen

Kalkfarbe lässt sich nicht einfach mit Dispersionsfarbe überstreichen. Deswegen muss die Wand zuvor mit einer Bürste abgewaschen werden. Damit die Wand die neue Farbe danach gleichmäßig aufnimmt, sollte sie vor dem Anstrich mit Tiefengrund vorbehandelt werden. Der Tiefengrund sorgt zudem dafür, dass die Wand weniger saugfähig ist, sodass beim Streichen weniger Farbe benötigt wird. Auch Wände die man tapezieren möchte, sollten mit Tiefengrund vorbehandelt werden, damit sich die Tapete nach ein paar Jahren bei Bedarf leichter entfernen lässt. Wer schon einmal Tapete von einer unbehandelten Rigipswand entfernen musste weiß, dass das nicht gerade spaßig ist.

Tapeten überstreichen

Das Überstreichen von Raufasertapete oder Papiertapete ist in der Regel recht einfach und mit jeder Wandfarbe möglich. Bei Papiertapeten bilden sich nach dem Streichen oft Blasen, die aber üblicherweise wieder von selbst verschwinden. Wenn sich die Blasen jedoch nicht von selbst wieder zurückbilden muss nachgeholfen werden, indem man die Blase aufschneidet und verspachtelt.

Weit verbreitet sind auch Vliestapeten. Möchte man diese überstreichen, sollte man sich zuvor die Oberfläche genau anschauen. Glatte Oberflächen lassen sich mit Dispersionsfarbe gut überstreichen. Bei strukturierten Oberflächen sollte man Latexfarbe verwenden, die möglichst dickflüssig ist.

Wände farbig streichen – Achten Sie auf saubere Kanten

Saubere Kanten Wand streichenEine farbige Wand kommt besser zur Geltung, wenn die Farbkanten sauber und ordentlich aussehen. Für ein optimales Ergebnis gibt es ein paar einfache Tricks.

  • Die Wand muss trocken, sauber, möglichst glatt und frei von Staub sein.
  • Zum Abkleben der Kanten verwenden Sie am besten Malerband, das extra flach und nicht gekreppt ist (Washi-Papier).
  • Das Malerband sollte fest und gleichmäßig angedrückt werden. Es darf keine Blasen werfen.
  • Bei Raufaser-Tapete streichen Sie zuerst die Kante entlang des Malerbandes in der Farbe, die die Wand bereits hat. Dadurch werden die Lücken zwischen dem Malerband und der Wand geschlossen. Danach sollten Sie die Farbe gut trocknen lassen, bevor es ans Streichen mit dem gewünschten Farbton geht.
  • Streichen Sie zuerst die Ränder entlang des Malerbandes mit einem Pinsel. Danach kann die Farbe mit einer Farbrolle großflächig aufgetragen Damit die Ränder später die gleiche Farbe haben wie der Rest der Wand, sollte man sie mit einer kleinen Farbrolle nachbearbeiten, damit sich die Farbe besser verteilt.
  • Bei dunklen Farben erreichen Sie das beste Farbergebnis, wenn Sie „nass in nass“ streichen.
  • Das Malerband ziehen Sie am Besten in einem 45°-Winkel von der Wand ab, noch bevor die Farbe komplett getrocknet ist. So hat die Wandfarbe keine Zeit um in eventuelle Lücken zu dringen und Sie erhalten eine saubere Farbkante!

Wie verhindere ich Streifen beim Streichen?

Farbstreifen verhindern Tipps

Beim Streichen ist wohl nichts ärgerlicher, als eine Wand die nach dem Anstrich Streifen aufweist, anstatt in einer gleichmäßigen Farbe zu erstrahlen. Zum Glück gibt es auch hier ein paar einfache Tricks, mit denen Streifen verhindert werden können.

  • Türen und Fenster sollten geschlossen bleiben, damit die Farbe nicht zu schnell trocknet.
  • Beim Streichen von großen Wänden sollten Sie am besten zu zweit arbeiten. Dadurch geht es automatisch schneller. Streifen entstehen nämlich oft dadurch, dass die Farbe zu schnell trocknet und die vorherige Streichbahn bereits getrocknet ist, bevor man mit der nächsten Bahn startet.
  • Arbeiten Sie in einem gleichmäßigen Tempo.
  • Nass in nass streichen: Bei diesem Verfahren kann verhindert werden, dass sich beim Auftragen der Farbe Kanten bilden. Dabei wird die Farbwalze so auf der Wand bewegt, dass immer wieder in die noch nassen Farbstreifen gemalt wird.

Die Königsdisziplin: Saubere Streifen & Muster streichen

Streifen Muster streichen Anleitung

Farbige Streifen und Muster auf der Wand können ein echter Hingucker sein. Für ein optimales Ergebnis sollten Sie die Ränder der Streifen und Muster zuerst auf der Wand vorzeichnen. Dazu eignet sich am besten einen Bleistift, mit dem Sie nicht zu fest aufdrücken sollten. Ansonsten lässt sich der Strich später nicht so leicht überstreichen. Ein gerades Ergebnis erhalten Sie, wenn Sie eine Wasserwaage und einen Zollstock zur Hilfe nehmen. Noch besser wird es, wenn Sie eine elektronische Wasserwaage mit Laser nutzen. Dieser wirft wie ein Beamer einen Laserstreifen auf Ihre Wand. So können Sie abkleben ohne vorzuzeichnen.

Unser Tipp für sauberer Streifen

Mit einem Stück Malerkrepp und einer langen Schnur können Sie gerade Linien in jeder gewünschten Position anbringen. So verhindern Sie Bleistiftstriche und können einen sauberen Streifen abkleben.

Danach kleben Sie die Kanten mit einem Malerband ab. Dieses sollte stets gleichmäßig und fest angedrückt werden. Anschließend gehen Sie wie folgt vor:

  1. Streichen Sie zuerst die Kante entlang des Malerbandes in der Farbe, die die Wand bereits hat. Lassen Sie die Farbe danach gut trocknen. So verhindern Sie ausgefranzte Kanten.
  2. Tragen Sie dann die Farbe der Streifen und Muster mit einer Kurzflorrolle auf.
  3. Lassen Sie die Farbe erneut gut trocknen und streichen Sie die Muster und Streifen danach ein zweites Mal.
  4. Das Malerband sollten Sie direkt nach dem zweiten Anstrich im 45°-Winkel abziehen.

Das richtige Werkzeug: Pinsel oder Farbrolle

Beim Streichen verwendet man am besten sowohl Farbrolle als auch Pinsel. Ganz grob gilt dabei: Mit der Farbrolle lassen sich große Flächen gut und zügig bearbeiten. Ecken und Ritzen erreicht man leichter mit einem Pinsel. In unserem Blogbeitrag zu dem Thema Das richtige Streichwerkzeug finden Sie eine Hilfestellung zur Auswahl der passenden Farbrolle und des passenden Pinsels. Oder lesen Sie worauf Sie bei der Auswahl der Farbrolle achten sollten: Vergleich: Die besten Farbroller

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Bildquellen:
Beitragsbild: Petr Kratochvil (Lizenz: CC0 1.0).
Teller mit Farbkleksen: ajoheyho (Lizenz: CC0 1.0)
Wand, sauberer streifen gelb: Vijayanarasimbha (Lizenz: CC0 1.0)
Farbstreifen verhindern: PellissierJP (Lizenz: CC0 1.0)
Streifen und Muster: JayMantri (Lizenz: CC0 1.0)