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Modernisierungsmaßnahmen planen und finanzieren – Das gilt es zu beachten

Modernisierungsmaßnahmen planen und finanzieren – Das gilt es zu beachten

Modernisierungen dienen meist dazu, Altbauten wieder auf den neusten Stand der Technik zu bringen oder sie einfach moderner, gemütlicher und schöner zu machen. Nicht nur der Wohnkomfort steigt dadurch, sondern in der Regel lassen sich auch die Kosten für das Zuhause senken. Denn viele Modernisierungsmaßnahmen sorgen dafür, dass der Energieverbrauch gerade durchs Heizen sinkt. Zudem lässt sich der Verkehrswert jeder Immobilie durch Modernisierungen steigern. Wer eine Modernisierung in Angriff nehmen möchte, sollte bei der Planung aber an einiges denken. Außerdem gibt es auch bei der Finanzierung diverse Punkte zu beachten. Welche das sind erfährst Du in diesem Beitrag!

Durchdacht modernisieren: Schritt für Schritt

1. Konkreten Plan erstellen

Bevor eine Modernisierung angegangen wird, ist es ratsam, einen gut durchdachten und konkreten Plan zu erstellen. In diesem wird festgelegt, welche Vorhaben im Detail umgesetzt werden sollen. Auch Prioritäten können hier definiert werden. Manche Arbeiten sind dringender zu erledigen als andere. Vielleicht soll im Rahmen einer ersten Modernisierung auch nicht gleich alles umgesetzt werden, weil bereits an diesem Punkt klar ist, dass die finanziellen Mittel nicht ausreichen. Außerdem ist es in manchen Lebenslagen vielleicht zu viel, eine große Modernisierung auf einen Schlag zu erledigen.

Verschiedene Fragen können die Erstellung eines Modernisierungsplans begleiten:

  • Möchte ich durch verschiedene Maßnahmen mehr Platz gewinnen?
    Dann könnten sich eine Neuordnung des Grundrisses, der Ausbau des Dachs oder ein Anbau lohnen.
  • Geht es mir vor allem darum, Energie und zugehörig auch Kosten für den Energieverbrauch zu sparen?
    Mitunter bedarf es dann eines Austauschs der Heizung und eines Umstiegs auf erneuerbare Energien, einer neuen Dämmung und Isolierung für Wärmeschutz und vielleicht auch neuen Fenstern und Türen. In unserem Beitrag zum Dämmen und Isolieren erfährst Du mehr zu dem Thema.
  • Liegt mir eine Erhöhung des Wohnkomforts am Herzen?
    In diesem Fall bieten sich etwa eine Hausautomation mittels Smart Home, eine Verbreiterung der Türen, ein neues Bad oder auch eine Verbesserung des Schall- und Brandschutzes an.
  • Möchte ich meine Immobilie auch von außen strahlen lassen?
    Hierfür dürfte ein Neuanstrich der Fassade nötig sein. Auch eine moderne Haustür, schöne Fensterläden, eine sichere und stilvolle Außentreppe sowie eine intakte Dachdeckung lohnen sich meistens.
  • Will ich den Immobilienwert noch weiter steigern?
    Dann könnte sich eine Sanierung der Bausubstanz und etwa eine Erhöhung ihrer Tragfähigkeit lohnen.

2. Informationen zusammentragen

Steht der Modernisierungsplan und ist genau festgelegt, welche Maßnahmen ergriffen werden sollen, geht es darum, möglichst viele Informationen einzuholen. Gemeint sind hier vor allem Informationen dazu, wie genau das individuelle Modernisierungsvorhaben umgesetzt werden kann. Hilfreiche Leitfragen sind unter anderem:

  • Welche Möglichkeiten gibt es, die Modernisierung umzusetzen?
  • Kann ich manche Dinge selbst erledigen?
  • Kenne ich im Bekanntenkreis Leute, die mich beraten und unterstützen können?
  • Gibt es jemanden, der erst kürzlich selbst eine Modernisierung durchgeführt hat und mir Tipps geben kann?
  • Wie ist der technische Stand bei diversen geplanten Vorhaben?
  • Welche modernen Heizungssysteme stehen zur Verfügung?
  • Wie stehen verschiedene Systeme im Vergleich zueinander? Was ist das Beste? Wie sind die Preise?
  • Gibt es verschiedene Auflagen und Vorschriften, an die ich mich bei der Modernisierung halten muss?
  • Brauche ich für manche Maßnahmen eine Genehmigung des Bauamtes?

All diese Fragen lassen sich nur für den individuellen Fall und die jeweils geplanten Modernisierungsmaßnahmen beantworten. Die richtigen Fachleute sind gute Möglichkeiten, um sich gezielt Informationen einzuholen und dabei bestenfalls auf dem neusten Stand zu sein.

3. Fachleute hinzuziehen

Fachleute für Modernisierungen

Fachleute können Dich optimal beraten und auf wichtige Details hinweisen, die Du selbst eventuell nicht erkannt hättest. Das gilt auch schon bei der Erstellung eines Modernisierungsplans. Wer sich unsicher ist, welche Maßnahmen sich anbieten, kann auch hier schon die Meinung von Fachleuten aus den Bereichen Architektur, Energieberatung, Handwerk und Gewerken wie Schreinereien und Zimmereien hinzuziehen.  Sie sind in der Lage, das Objekt noch einmal gründlicher von innen und außen und vom Keller bis zum Dach zu begutachten. Mitunter fallen ihnen offensichtliche Mängel oder gar Schäden auf, die einem selbst entgangen sind. Gemeinsam mit den Profis kann dann beschlossen werden, welche davon unbedingt zu beheben sind und welche erst einmal zurückgestellt werden.

4. Verschiedene Angebote vergleichen

Im Rahmen oben genannter Expertisen kann auch entschieden werden, ob es vielleicht Unternehmen gibt, die alles auf einmal erledigen oder ob die Maßnahmen auf verschiedene Gruppen aufgeteilt werden sollen.

Wichtig ist auf jeden Fall, viele verschiedene Angebote zu vergleichen. Denn eine Modernisierung kann durchaus eine Menge Geld kosten. Außerdem soll sie absolut einwandfrei durchgeführt werden, damit die Maßnahmen sich für viele Jahre auszahlen und die nötigen Zwecke erfüllen.

Fest steht: Ein teures Unternehmen ist nicht unbedingt besser als ein günstigeres. Mindestens drei Handwerksbetriebe sollten verglichen werden, um eine Ahnung davon zu bekommen, in welchem Rahmen sich die Kosten bewegen. Jeder Anbieter soll außerdem möglichst exakt kalkulierte Angebote machen. Anschließend wird mehr oder weniger nach Bauchgefühl entschieden: Wer macht den besten Eindruck, wer wirkt am kompetentesten und wo stimmt dazu auch noch der Preis?

5. Genehmigungen zu Modernisierungen einholen

Einige Modernisierungsmaßnahmen erfordern Genehmigungen. Im Falle von Nutzungsänderung, Änderungen, die sich auf die Stand- und Funktionssicherheit des Hauses auswirken oder auch Änderung des äußeren Erscheinungsbildes ist eine Baugenehmigung erforderlich. Wer dagegen beispielsweise nur Schönheitsreparaturen vornimmt, die Haustechnik modernisiert oder den Wärmeschutz verbessert, braucht keine Baugenehmigung.

Spätestens in diesem fünften Schritt des Modernisierungsvorhabens sind Baugenehmigungen einzuholen, wenn sie denn für den individuellen Fall erforderlich sind. Außerdem können nun Vorschriften zum Schallschutz, zum Brandschutz, rund ums Gebäudeenergiegesetz sowie Vorschriften der Stadt oder Gemeinde zusammengetragen und gesammelt werden. Wer viel in Eigenleistung modernisiert ist auf das Wissen um diese Vorschriften angewiesen.

6. Finanzierungsplan erstellen

Im vorerst letzten Schritt wird ein Finanzierungsplan erstellt. Erst jetzt kann nämlich genau geschaut werden, wie hoch die Modernisierungskosten letzten Endes sein werden. Wie hoch ist mein Finanzierungsbedarf? Davon kann ich wie viel durch Eigenkapital einbringen? Wie viel Budget fehlt mir noch und wo kann ich dieses auftreiben? Die Finanzierung der Modernisierung stellt noch einmal ein eigenes Thema dar.

Wie lassen sich Modernisierungen finanzieren?

Der Bausparvertrag

Wer an Bausparverträge denkt, hat meistens im Kopf, dass mit einem solchen irgendwann einmal der Bau eines Hauses oder Kauf eines Hauses oder einer Wohnung finanziert werden kann. Doch mit einem Bausparvertrag kann man sich auch früh schon auf eventuell später anstehende Modernisierungen und Renovierungen vorbereiten.

Denn zwar sind der Bausparvertrag sowie etwa auch die Wohnungsbauprämie, die von 8,8 auf 10 Prozent ansteigt und somit zukünftig einen höheren jährlichen Zuschuss bietet, zweckgebunden. Diese Zweckgebundenheit meint aber lediglich, dass die finanzielle Unterstützung, bzw. der Zuschuss wohnwirtschaftlich genutzt wird. Und diese Nutzung ist im Falle einer Modernisierung gegeben.

Wer frühzeitig vorsorgen möchte, kann sich demnach Gedanken zu einem Bausparvertrag machen. Das angesparte Guthaben plus ein Darlehen reichen oft schon für vielseitige Modernisierungen aus. Praktisch ist, dass Arbeitgeber und Staat unter Umständen beim Sparen mitwirken. Mit vermögenswirksamen Leistungen zahlt der Arbeitgeber sogar bis 40 Euro pro Monat in den Bausparvertrag ein. Der Staat wiederum bietet eventuell die Arbeitnehmersparzulage an.

Modernisierungskredite

Wer eine Modernisierung spontan und schnell umsetzen möchte, ist mit einem Modernisierungskredit sicherlich nicht schlecht beraten. Bei diesem handelt es sich um einen zweckgebundenen Kredit. Die Verwendung der Kreditsumme ist hierbei ausschließlich für die Modernisierungsmaßnahmen der im Vertrag festgelegten Immobilie zu verwenden. Diese Zweckbindung sorgt dafür, dass der Zinssatz des Modernisierungskredits erheblich unter dem Zinslevel herkömmlicher Ratenkredite liegt und so durchaus attraktive Angebote zustande kommen können.

Zu bedenken ist, dass Banken bei höheren Kreditsummen einen Eigenkapitalanteil fordern können. Dieser liegt in der Regel bei höchstens 20 bis 30 Prozent.

Fördermittel für Modernisierungen

Fördermittel bei Modernisierungen

Für viele Modernisierungsmaßnahmen lassen sich außerdem auch Fördermittel beantragen. Sie können eine zusätzliche, nützliche Finanzspritze darstellen.

Der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) der KFW kann eine gute Grundlage zur Planung sein und Schritt für Schritt bei dieser helfen. Er unterstützt nicht nur dabei die Sanierung/ Modernisierung eines Ein-, Zwei-, oder Mehr­familienhauses zu planen, sondern wird auch mit 800 Euro vom Bund bezuschusst.

Bund, Länder, Kommunen und Energieversorger fördern allerdings unzählige Maßnahmen rund um die Modernisierung der Immobilie. Wichtig ist, dass man sich früh genug informiert und individuelle Möglichkeiten aussucht. Denn die Mittel müssen in der Regel einige Zeit vor Beginn der Arbeiten beantragt werden. Wende Dich an Profis der Energieberatung. Sie finden mit Dir die richtigen Anträge.

Der Wert von Rücklagen

Letztlich ist es immer sinnvoll, früh genug Rücklagen zu bilden. Eigentümergemeinschaften von Mehrparteienhäusern sind dazu verpflichtet, Geld für Modernisierungen anzusparen. Zwar ist man als Hausbesitzer von dieser Pflicht befreit. Dennoch lohnt es sich, rechtzeitig vorzusorgen.

So rät beispielsweise auch der Verband Privater Bauherren (VPB) dazu, jeden Monat zumindest einen Euro pro Quadratmeter Wohnfläche für die Instandhaltung zurückzulegen. Wer so verfährt, hat zumindest ein kleines finanzielles Polster, wenn denn einmal Modernisierungen anfallen. Denn nicht mit allen Maßnahmen ist zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt zu rechnen. Immer wieder werden Wohnungs- und Hausbesitzer von plötzlich anstehenden Maßnahmen sowie Reparaturen überrascht. Um dann die Ruhe zu bewahren, können Rücklagen durchaus heilig sein.

Fazit zu Modernisierungen und Maßnahmen

Modernisierungsmaßnahmen können sowohl ästhetische als auch praktische Zwecke erfüllen. Je nach Alter und Zustand Deiner Immobilie solltest Du Dich mit dem Thema beschäftigen. Wie bei vielen Dingen gilt auch hierbei: Vorsicht ist besser als Nachsicht. Außerdem können Dir Modernisierungsmaßnahmen Gelder einsparen, da die Fenster beispielsweise besser isoliert werden und im Winter weniger warme Luft aus- und kalte Luft eintritt. Das ist nur eines der Beispiele, wie Du durch gezielte Modernisierungsmaßnahmen Geld sparen kannst. Siehe Dir dazu auch unseren Beitrag zum Rolladenkasten dämmen an.

Lisa

Lisa unterstützt das Marketing-Team unseres Online-Baumarkts als Jun. Online Marketing Managerin. Sie befasst sich regelmäßig mit den aktuellsten Trends, Produktneuheiten und wissenswerten Inhalten rund um die Bereiche Haus und Garten. Gemeinsam mit dem Rest des Teams testet Lisa Produkte aus unserem Online-Baumarkt-Sortiment, gestaltet DIY-Projekte und bereitet spannende Heimwerk-Themen verständlich für Dich auf.

2 Gedanken zu “Modernisierungsmaßnahmen planen und finanzieren – Das gilt es zu beachten

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