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Die Kinderecke im Garten: Tipps für kindgerechte Gestaltung

Die Kinderecke im Garten: Tipps für kindgerechte Gestaltung

Der Garten ist für alle Hausbewohner da. Häufig muss der Nachwuchs sich jedoch mit Sandkasten und Schaukel begnügen. Dabei ist es leicht und auch günstig, eine Kinderecke im Garten einzurichten und so den Jüngsten ihr eigenes Gartenreich für Spiel und Erholung zu erschaffen.

Weg vom Erwachsenendenken

Vordergründig mag sich das, was Erwachsene und Kinder in einem Garten wollen, kaum voneinander unterscheiden. Denn es geht um Aktivitäten und ebenso Erholung. Allerdings endet hier die Vergleichbarkeit, denn beides stellt sich aus Kinderaugen völlig anders dar – wo sich die meisten Erwachsenen über eine schöne Terrasse oder einen ordentlichen Rasen freuen, finden Kinder derartiges eher langweilig.

Das bedeutet, die Kinderecke sollte:

  1. aus Kinderaugen geplant sein,
  2. kindgerecht umgesetzt werden und
  3. dem Nachwuchs allein gehören.

Die Kinderecke sollte ein „Hort der Freiheit“ sein. Ein Ort, an dem sich die Kleinen nach eigenem Gusto betätigen dürfen – und dazu darf es auch gehören, dass elterliche Ordnungsvorstellungen hier keinen Zutritt haben.

Versteck- und Rückzugsmöglichkeiten schaffen

Warum haben Kinderzimmer Türen und Schlösser? Weil auch junge Kids sich zurückziehen möchten. Daher ist es auch in der Kindergartenplanung längst Konsens, dass hier entsprechende Rückzugsräume geschaffen werden müssen – auch wenn dies die Kids dem unmittelbaren Blick entzieht.

Auch die Kinderecke im Garten sollte solche Rückzugsmöglichkeiten besitzen. Was das ist, hängt vor allem von der Fläche und den örtlichen Gegebenheiten ab. Möglich sind unter anderem:

  • Eine offene Grube, die mit Zweigen und einer Plane abgedeckt wird – eine völlig ungefährliche Version einer echten Höhle.
  • Eine Naturhütte aus unregelmäßig zusammengeschraubten Ästen und einer Bedeckung aus großen Rindenstücken bzw. Schwartenbrettern (letzteres kann im Holzgroßhandel und Sägewerk äußerst günstig bezogen werden).
  • Ein vorgefertigtes, aber auch in DIY-Manier machbares Spielhaus etwas konventionellerer Prägung.
  • Dichte Büsche, unter denen ein höhlenartiger Raum freigeschnitten wird.
  • Tipis und ähnliche Zelte, die sich ebenfalls schnell selbst anfertigen lassen – aus Weide- und Haselnussruten.
Rueckzugsmoeglichkeiten fuer Kinder

Beliebt bei Kindern im Garten: Das Baumhaus

Natürlich wäre auch noch das Baumhaus zu erwähnen. Das ist jedoch für jüngere Kinder weniger geeignet, weil es eine gewisse Sturzgefahr gibt. Wichtig ist jedoch, dass diese Rückzugszone dem Nachwuchs allein gehört; dass also keinesfalls andauernd die Eltern auf „Besuch“ kommen und womöglich sogar Aufräumen einfordern. Lass Dich von Deinen Kleinen in deren Bereich einladen. Gerne dürfen in großen Gärten auch mehrere Optionen kombiniert werden.

Bequeme Sitz- und Liegemöglichkeiten schaffen

Sicher dürfen Eltern davon ausgehen, dass ihr Nachwuchs auch in der Rückzugsmöglichkeit beste Bedingungen vorfindet, um zu sitzen, zu liegen und zu entspannen. Doch nicht zuletzt mit Gartenfesten und vielleicht auch Hausaufgaben im Hinterkopf ist es sinnvoll, den Jüngsten auch Möglichkeiten zu geben, wie sie die Erwachsenen auf ihrer Terrasse vorfinden.

Konkret bedeutet dies Sitzmöbel und Tische, gern auch kindgerechte Liegen. Zwar gibt es all dies auch fertig zu kaufen, es geht jedoch auch einfacher. Eine günstige und gleichsam enorm robuste Möglichkeit sind Palettenmöbel – vielleicht sind die Grundbausteine ja sogar noch vom Hausbau übrig. Diese Möbel haben zudem den Vorteil, dass sie mit dem Nachwuchs mitwachsen können. Im Zweifelsfall genügt es, eine weitere Palette aufzusetzen und schon sitzen die Kids trotz Wachstumsschub immer noch bequem.

Doch ebenfalls ähnlich wie bei der „Erwachsenenterrasse“ empfiehlt es sich auch hier, einen wetterfesten Untergrund zu schaffen. Dies kann in Form von Pflastern geschehen, alternativ auch mit Holz.

Die Kinderecke sorgsam abschatten

Für Eltern mag es angenehm sein, sich in praller Sonne zu betätigen. Kinder indes reagieren deutlich empfindlicher auf Sonneneinstrahlung. Gerade weil der Nachwuchs sich ohne Zeitlimit und Gefahren für Sonnenbrand oder Sonnenstich in seiner Ecke aufhalten soll, muss der Bereich sorgsam abgeschattet werden.

Die günstigste und gleichzeitig natürlichste Option wäre es, die Ecke so zu planen, dass sie ganztägig im Schatten von Bäumen oder hohen Sträuchern liegt. Zumindest Letztere können bei Verwendung schnellwachsender Sorten (etwa Haselnuss) auch nachträglich angepflanzt werden. Wo dies nicht gegeben ist, helfen Alternativen:

  • Das Überspannen des ganzen Bereichs mit einem großen Sonnensegel – allerdings eine teure Option.
  • Das Nutzen von großen Tarps, LKW-Planen und ähnlichem. Dies schützt zudem vor Regen, bedingt aber, dass der dortige Bewuchs anderweitig gewässert wird.
  • Das Spannen von feinmaschigen Netzen, die als Rankhilfe für Pflanzen fungieren. Hier empfehlen sich große Tarnnetze, da sie äußerst witterungsbeständig sind und auch in unbewachsenem Zustand viel Schatten liefern.

Kleinere Kinderecken können auch mit einem festen Dach in Form einer Holzkonstruktion (ähnlich einem Carport) überdeckt werden. Je größer der Bereich ist, desto aufwendiger und teurer wird dies jedoch.

Ruheort für Kinder

Kinderecke im Garten: Matsche- und Buddelmöglichkeit erschaffen

Wer seinen Nachwuchs auf Spielplätzen beobachtet, könnte auf den Gedanken kommen, dass dieser eine Tiefbaukarriere anstrebt – warum Kinder so gern buddeln, weiß die Wissenschaft bis dato noch nicht. Wohl ist aber bekannt, dass „Erdarbeiten“ unbedingt förderlich für Motorik und Kreativität sind. Keinen Deut anders verhält es sich, wenn Wasser ins Spiel kommt, und der Nachwuchs tüchtig „matscht“.

Das bedeutet, die Kinderecke sollte unbedingt einen Bereich besitzen, in dem die Kids die Möglichkeit bekommen, die Qualitäten der elterlichen Waschmaschine auf die Probe zu stellen. Dies sollte allerdings schon bei der Gartengestaltung und nicht in Form eines gekauften Sandkastens geschehen. Es geht abermals individueller und günstiger:

  1. Zunächst wird eine zirka halbmetertiefe Grube ganz ähnlich wie für einen Gartenteich ausgehoben. Ähnlich wie bei diesem empfiehlt sich eine unregelmäßige Außenform – es muss kein Kreis oder Rechteck sein.
  2. Der Boden der Grube wird mit dem Spaten etwas aufgelockert. Darauf kommt eine Handbreit Kies oder Kieselsteine – abermals gerne das, was vom Hausbau übrig ist.
  3. Zuletzt wird die Grube mit handelsüblichem Spielsand befüllt. Eine Ausgestaltung des Randes mit Dielen oder Steinen ist nicht nötig, er wird sowieso bald mit einer dünnen Sandschicht bedeckt sein.
Sandkasten - Kinderecke im Garten

Sandkasten optimieren – Wasserzufuhr in der Nähe

Allerdings ist eine solche Sandgrube nur ein Teil einer wirklichen Buddelzone. Denn der Kies dient nicht nur dazu, Regenwasser schnell in den Untergrund zu leiten. Das heißt, der Nachwuchs sollte in unmittelbarer Nähe auch eine Wasserquelle vorfinden. Ganz einfach gelingt dies, wenn vom Haus ein Wasseranschluss samt Hahn hierhin gelegt wird.

Auch optisch gelungen wird es, wenn unter dem Wasserhahn eine flache Kuhle oder sogar ein kleiner Bachlauf (bis in die Sandgrube) ausgehoben wird. Wird dies mit Teichfolie ausgelegt und dann mit flachen Kieselsteinen und einigen faustgroßen Findlingen bedeckt (Tipp: es gibt auch Teichfolien in Kiesel-Optik), bekommt der Nachwuchs gleich auch noch einen Bereich, in dem er mit Wasserspielzeug agieren kann, es gleichsam aber keine Gefahr für kleine Nichtschwimmer gibt.

Wiese statt Rasen

Zunächst: Eltern sollten sich freimachen von dem Gedanken, dass sie ihre Maßstäbe an dauerhaft gepflegte Gartengestaltung auch in der Kinderzone anlegen können. Es wird hier also ausgerissenes Unkraut geben, schnitzmusterverzierte Baumrinde und auch viel festgetrampelte Erde. Wer dies optisch etwas vom restlichen gepflegten Garten abtrennen möchte, findet in niedrigen Sträuchern sowie Staketenzäunen und nicht zuletzt der auch als Lebensraum wertvollen Benjes- oder Totholzhecke adäquate Sichtschutzoptionen.  

Das bedeutet aber auch, dass Eltern nicht versuchen sollten, auf den naturbelassenen Bodenbereichen der Kinderecke Rasen auszusäen, Du solltest lieber auf strapazierfähigen Rasen setzen. Besser ist es, hier Wild- und Feldgras auszusäen; derartiges gibt es mittlerweile ebenfalls als Mischung in gutsortierten Gartenmärkten. Diese Gräser sind um einiges robuster, können den ganzen Sommer von Spielzeugbagger und Co. überrollt werden und regenerieren sich spätestens im nächsten Frühjahr selbst.

Gleichzeitig heißt das, dass hier der Rasenmäher nicht rollen muss. Dem Nachwuchs macht es nichts aus, in etwas höheren Grashalmen zu spielen und ein weicheres Naturpolster für kleine Knie und nackte Kinderfüße gibt es sowieso nicht.

Mein Fazit

Eine kindgerechte Ecke in Deinem Garten sollte auf keinen Fall fehlen. Wie Du diese gestaltest ist ganz Dir, oder den Wünschen Deiner Kleinen 😊, überlassen. Eine schöne Idee ist es außerdem, den Kinder-Rückzugsort mit ihnen gemeinsam zu gestalten. Dabei hilft Dir bestimmt unser Beitrag darüber, wie Du Kinder für die Gartenarbeit begeistern kannst. Hast Du bereits eine Ecke für Deine Kleinen im Garten integriert? Wie sieht diese aus? 😊

Lisa

Lisa unterstützt das Marketing-Team unseres Online-Baumarkts als Jun. Online Marketing Managerin. Sie befasst sich regelmäßig mit den aktuellsten Trends, Produktneuheiten und wissenswerten Inhalten rund um die Bereiche Haus und Garten. Gemeinsam mit dem Rest des Teams testet Lisa Produkte aus unserem Online-Baumarkt-Sortiment, gestaltet DIY-Projekte und bereitet spannende Heimwerk-Themen verständlich für Dich auf.

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